

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
am 3. März 2027 wird zum Welttag des Hörens international auf die Bedeutung der Hörgesundheit für die Gesellschaft aufmerksam gemacht. Somit hätte das Datum für den Start der 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA) 2027, die nun zum zweiten Mal in Frankfurt am Main stattfindet, kaum besser gewählt werden können.
Wie im wissenschaftlichen Leitthema der Tagung „Vom Hörrohr zum intelligenten Hörsystem“ aufgegriffen, haben die vergangenen Jahre einen beeindruckenden technischen Fortschritt hervorgebracht. Das Schlagwort „Künstliche Intelligenz“ ist in aller Munde. Auch in der Audiologie eröffnen sich zunehmend KI-unterstützte Ansätze, z.B. bei der Indikationsstellung, der Berechnung einer Erfolgsprognose und in der „Intelligenz“ von Signalverarbeitungsalgorithmen in Hörsystemen. Entsprechend dem Tagungsmotto und dem Goethe-Zitat „Es hört ein jeder nur, was er versteht“, entfaltet eine durch intelligente Signalverarbeitung hörbar gemachte Schallinformation erst dann ihren vollen Nutzen, wenn der Empfänger sie auch verstehen und interpretieren kann.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft Spezialisten verschiedenster Fachrichtungen benötigt. Trotz oder gerade wegen des technischen Fortschritts bleibt der Austausch und die Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlicher Fachdisziplinen, die unsere Fachgesellschaft auszeichnet, von besonderer Bedeutung. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis steht ganz im Zeichen des Forschungsstandorts Frankfurt, der durch Koryphäen wie Prof. Rainer Klinke, Prof. Manfred Kössl und Prof. Christoph von Ilberg eine weltweite Vorreiterrolle in der Hör- und Sinnesphysiologie einnimmt.
Während die Mainmetropole Frankfurt am Main im kollektiven Bewusstsein oft mit internationaler Finanzwirtschaft oder dem Bahnhofsviertel verknüpft ist, verbirgt sich hier im Verbund der Universitäten, Hochschulen, Kliniken und Forschungseinrichtungen zugleich ein herausragender Wissenschaftsstandort der gesamten Rhein-Main-Region. Darüber hinaus bietet die Region ein vielfältiges kulturelles Angebot - von Museen und Theatern über die Oper Frankfurt bis hin zu einer lebendigen Musik- und Kneipenszene.
Freuen Sie sich in diesem Sinne auf ein inspirierendes Programm, das mit Beiträgen aus den verschiedensten Themenbereichen Brücken zwischen den Disziplinen schlägt. Wir laden Sie herzlich ein, diese Tagung mit Ihren Beiträgen, Ihren Ideen und Ihrer Expertise zu bereichern, und freuen uns darauf, Sie 2027 in Frankfurt am Main begrüßen zu dürfen!
Tobias Weißgerber
Uwe Baumann
Tagungspräsidenten
Mark Praetorius
Präsident der DGA